Unraid vs TrueNAS vs OpenMediaVault: Der komplette NAS-OS Vergleich

Zuletzt aktualisiert März 2026 · 10 Min. Lesezeit

Das richtige NAS-Betriebssystem zu wählen ist genauso wichtig wie die RAID-Konfiguration. Die drei beliebtesten Optionen für DIY-NAS sind Unraid, TrueNAS und OpenMediaVault – jedes mit einer grundlegend anderen Philosophie.

Probiere es selbst! Vergleiche RAID-Konfigurationen mit deinen Plattengrößen.

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Unraid – Der flexible Allrounder

Unraid nutzt ein einzigartiges Paritäts-System, bei dem jede Platte ihr eigenes Dateisystem behält. Die größte Platte dient als Parität. Platten laufen unabhängig voneinander und sind einzeln lesbar.

Speicher: Eigenes Paritäts-System (1 oder 2 Paritätsplatten). Gemischte Größen funktionieren perfekt.

Docker & VMs: Exzellente Docker- und VM-Unterstützung mit GPU-Passthrough. Der Community Apps Store macht Installation trivial.

Kosten: Einmalige Lizenz ($59/$89/$129 je nach Tier).

Ideal für: Media Server, gemischte Homelab-Workloads, schrittweise Platten-Upgrades.

TrueNAS – Die Enterprise-Option

TrueNAS basiert auf ZFS – einem der fortschrittlichsten Dateisysteme. Checksumming, Self-Healing, Snapshots und Replikation sind integriert.

Speicher: ZFS mit RAIDZ1/Z2/Z3 oder gespiegelten vdevs. Einmal erstellt, kann man keine Platten zu einem vdev hinzufügen. Initiale Planung ist kritisch.

Performance: Extrem schnell mit genügend RAM. 32GB+ empfohlen für größere Pools.

Kosten: Kostenlos und Open Source.

Ideal für: Datenintegrität, Backup-Server, Enterprise-Features kostenlos.

OpenMediaVault – Die leichtgewichtige Linux-Option

OMV ist eine Debian-basierte NAS-Lösung die auf fast allem läuft, inklusive Raspberry Pi. Standard Linux RAID (mdadm) plus ext4 oder Btrfs.

Speicher: Linux Software RAID plus SnapRAID (Plugin) für Unraid-ähnliche Setups. MergerFS poolt Platten verschiedener Größen.

Ressourcen: Läuft mit 1GB RAM. Perfekt für alte Hardware.

Kosten: Komplett kostenlos und Open Source.

Ideal für: Budget-Builds, Raspberry Pi NAS, Linux-Enthusiasten.

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Gemischte Platten: Unraid nativ und elegant. TrueNAS braucht gleiche Größen pro vdev. OMV mit SnapRAID+MergerFS möglich aber aufwändiger.

Datenintegrität: TrueNAS (ZFS) gewinnt klar mit Copy-on-Write und Checksumming.

Benutzerfreundlichkeit: Unraid hat die beste Web-UI. TrueNAS SCALE hat sich stark verbessert. OMV ist funktional aber gröber.

Erweiterbarkeit: Unraid: eine Platte nach der anderen. TrueNAS: nur ganze vdevs. OMV (mdadm): mit etwas Aufwand möglich.

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HexOS als TrueNAS-Alternative für Einsteiger

HexOS baut auf TrueNAS Scale auf, packt aber eine deutlich vereinfachte UI darüber. Zielgruppe: Heim-User die ZFS-Vorteile (RAIDZ, Checksums, Snapshots) wollen ohne sich in TrueNAS-Konfiguration einarbeiten zu müssen. Setup in 15 Minuten statt 2 Stunden. 2024 als Beta gestartet, 2025 stable. Kostenlos für Heim-Nutzung, Pro-Features (Cloud-Sync, Mehr-System-Verwaltung) kostenpflichtig. hexos.com.

Empfehlung

Unraid wenn du maximale Flexibilität und Docker willst. TrueNAS wenn Datenintegrität oberste Priorität hat. OMV wenn du kostenlos, leichtgewichtig und volle Linux-Kontrolle willst.

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