Unraid (1 parity)

Platten-unabhängige Parity. Jede Platte eigenes FS; bei Ausfall nur deren Daten in Gefahr. Mixed-Size nativ, einzeln erweiterbar.

Min. Platten
2
Nutzbare Kapazität
sum(data drives)
Ausfallsicherheit
1
Performance
Single-disk reads, parity writes

Wie es funktioniert

Unraid stript NICHT. Jede Datenplatte hat komplettes XFS, BTRFS oder ZFS Dateisystem mit eigenen Dateien. Dedizierte Parity-Platte speichert XOR-Parity aus Raw-Blöcken. Parity ≥ größte Datenplatte. Ausfall: rebuild auf Ersatz; andere Platten lesbar mit intaktem FS.

Formel: sum(data) — parity drive ≥ largest

Unraid (1 parity) — parity + independent data FSParity 1PData 1FS1Data 2FS2Data 3FS3
Layout-Diagramm

Vorteile / Nachteile

Vorteile

  • Jede Platte unabhängig — Ausfall = nur diese Platte weg (andere lesbar)
  • Mixed Sizes natürlich
  • Platten einzeln hinzufügen
  • Einfache Recovery — Platten auf jedem Linux mountbar

Nachteile

  • Lizenzpflichtig (49$+)
  • Kein Striping = einzelne-Platten-Read-Speed
  • Parity ≥ größte Datenplatte
  • Parity-Write-Penalty (bis zu Cache-Offload)
  • Closed-Source-Core

Wann nutzen

Mediaserver (Plex/Jellyfin), Mixed Sizes, schrittweise Erweiterung, Docker/VM-Ökosystem. Homelab-Favorit.

Wann NICHT nutzen

IOPS-Workloads — RAID 10 / ZFS-Mirrors. Komplett gratis/Open-Source — TrueNAS oder OMV.

Rebuild-Math Beispiel

8 × 8 TB Unraid 1P (1 Parity + 7 Data). Ausgefallene Datenplatte: liest 7 × 8 TB = 56 TB bei 70 MB/s ≈ 110 h. Lange, aber nur diese eine Platten-Daten in Gefahr.

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Fazit: Unraid 1P exzellent für Media-Homelabs mit Mixed Sizes. Ab 5+ Platten oder 12 TB+ auf 2 Parity wechseln.