RAID 5

Block-Striping mit einfacher verteilter Parity. Überlebt 1 Plattenausfall. Klassiker für 3-4-Platten-Arrays mit kleinen Drives — zunehmend riskant für große.

Min. Platten
3
Nutzbare Kapazität
(N-1) × smallest
Ausfallsicherheit
1
Performance
Fast reads, slow small writes

Wie es funktioniert

Daten- und Parity-Blöcke rotieren über Platten. Pro Stripe hält eine Platte die aus den anderen berechnete Parity. Ein Plattenausfall: Parity + restliche Daten rekonstruieren. Ein URE beim Rebuild = Array tot. Keine zweite Parity als Backup.

Formel: (N − 1) × min(drives)

RAID 5 — D = Daten, P = ParityDrive 1D1D4PD9Drive 2D2PD7D10Drive 3PD6D8D11Drive 4D3D5D8P
Layout-Diagramm

Vorteile / Nachteile

Vorteile

  • Überlebt 1 Plattenausfall
  • Höchste Kapazitäts-Effizienz aller Parity-RAIDs: nur 1 Platte Overhead
  • Schnelles Lesen (parallel)
  • Universell unterstützt
  • Gut für kleine Platten (≤8 TB) in 3-4-Bay

Nachteile

  • URE beim Rebuild kann Array töten
  • Lange Rebuild-Zeiten mit großen Platten (20+ h bei 8 TB)
  • Write-Penalty: Read-Modify-Write für Parity
  • Unsicher bei Platten ≥ 12 TB / Consumer-Klasse
  • Kein Bit-Rot-Schutz

Wann nutzen

3-4-Platten-Arrays mit Platten ≤ 8 TB. Home-NAS mit niedriger Write-Last. Wenn Kapazität wichtiger als Maximalsicherheit. Immer mit Off-Site-Backup kombinieren.

Wann NICHT nutzen

Platten ≥ 12 TB — URE-Wahrscheinlichkeit zu hoch. 5+ Platten — mehr URE-Exposure. ZFS-Pools — RAIDZ1 mit Checksums. Mixed Sizes — SHR-1 oder Unraid 1P.

Rebuild-Math Beispiel

4 × 8 TB in RAID 5. Nach Ausfall: liest (4-1) × 8 = 24 TB von überlebenden Platten. Bei 70 MB/s ~32 h. URE-Wahrscheinlichkeit mit NAS-Klasse (~10⁻¹⁵/bit) ca. 17%. Ein URE = Array-Verlust.

Rebuild-Risiko prüfen →

Jetzt probieren

Verwandt

Fazit: RAID 5 macht noch Sinn für kleine (≤ 8 TB) 3-4-Platten-Arrays wo Kapazität zählt. Größer = RAID 6 / RAIDZ2.