ZFS RAIDZ1
ZFS RAIDZ1
ZFS einfache Parity. Gleiches Risikoprofil wie RAID 5, aber mit Checksums, Snapshots, Used-Block-Resilver.
Wie es funktioniert
Funktional ähnlich RAID 5: Daten und Parity-Stripes über Platten. ZFS fügt Per-Block-Checksums (erkennt Bit-Rot), Copy-on-Write (kein Write-Hole), Snapshots und Used-Block-Resilver hinzu — Rebuilds nur tatsächlich genutzte Daten. URE-Sorge während Rebuild bleibt: einzelner unkorrigierbarer Read auf überlebender Platte = Datenverlust.
Formel: (N − 1) × min(drives)
Vorteile / Nachteile
Vorteile
- Block-Checksums erkennen Bit-Rot
- Used-Block-Resilver — nur Daten rebuilden
- Native Snapshots, Replikation, Komprimierung
- Starke Datenintegrität
- Kostenlos / Open Source / battle-tested
Nachteile
- Gleiches URE-Problem wie RAID 5
- Bei Platten ≥ 12 TB vermeiden
- ZFS-Lernkurve
- RAM-hungrig (ECC empfohlen)
- vdev-Erweiterung umständlich
Wann nutzen
ZFS-Pools mit 3-4 kleinen Platten wenn Kapazität wichtig ist. Test-Labs, einzelne vdev-Sekundär-Pools, Backup-Targets.
Wann NICHT nutzen
Platten ≥ 12 TB — RAIDZ2 bevorzugen. Große Pools (8+ Platten) — zu viel URE-Exposure.
Rebuild-Math Beispiel
4 × 8 TB RAIDZ1 bei 80% Füllung: Resilver liest (4-1) × 8 × 0.8 = ~19 TB bei 70 MB/s ≈ 25 h. URE-Risiko während Resilver bleibt wie RAID 5; ZFS schützt NICHT magisch gegen URE während Rebuild.