ZFS RAIDZ2

Der ZFS-Sweet-Spot. Doppelte Parity, Checksums, Snapshots, Used-Block-Resilver. Strikt empfohlen für 4-10 Platten Pools.

Min. Platten
4
Nutzbare Kapazität
(N-2) × smallest
Ausfallsicherheit
2
Performance
Fast reads, moderate writes

Wie es funktioniert

RAIDZ1 plus zweite Parity (ähnlich RAID 6 aber ZFS-nativ). Toleriert 2 gleichzeitige Plattenausfälle UND einen URE während Rebuild. Mit Checksums die Silent Corruption erkennen ist das die stärkste freie RAID-Familie für ernsthafte Daten.

Formel: (N − 2) × min(drives)

ZFS RAIDZ2 — D = Daten, P = Parity, Q = zweite ParityD1D1PQD8D2PQD5D9D3QD2D6PD4D3D6PQD5D4PQD7
Layout-Diagramm

Vorteile / Nachteile

Vorteile

  • Toleriert 2 gleichzeitige Plattenausfälle
  • Toleriert URE während Rebuild
  • Voller ZFS-Integritäts-Stack (Checksums, Scrubbing, Snapshots)
  • Sweet-Spot 6-8 Platten
  • Kostenlos, Open Source, reif

Nachteile

  • Verliert 2 Platten Kapazität
  • ZFS-RAM-Anforderungen (ECC empfohlen)
  • Resilver bei großen Pools langsam
  • vdev-Erweiterung umständlich
  • Lernkurve

Wann nutzen

Jeder ernsthafte ZFS-Pool 4-10 Platten. Default für TrueNAS, Proxmox, HexOS.

Wann NICHT nutzen

2-3 Platten-Pools (Mirrors / Stripe-of-Mirrors). 10+ Platten evtl. RAIDZ3 für mehr Sicherheit.

Rebuild-Math Beispiel

6 × 8 TB RAIDZ2 bei 80% Füllung: Resilver liest (6-2) × 8 × 0.8 = ~25 TB bei 70 MB/s ≈ 33 h. URE während Resilver toleriert dank zweiter Parity — Array überlebt auch bei NAS-Klasse-URE-Raten.

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Fazit: RAIDZ2 ist Default für jeden ernsthaften ZFS-Pool 4-10 Platten. Toleriert 2 Ausfälle + URE mit voller Integritäts-Garantie.